Steinkauz - im Oderbruch ausgestorben

09.04.2016
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15.04.2016
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01.10.2017
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Der Steinkauz ist im Oderbruch ausgestorben. Hier hat die DDR-Zwangskollektivierung nicht nur tiefe Narben bei den Menschen, sondern auch in der Natur hinterlassen. Hartmut Haupt, einer der erfahrensten Ornithologen Brandenburgs, teilte mir mit, dass er 1973 noch bei Rathstock beobachten konnte. Dann war es leider aber auch schnell vorbei, da es an Brut und Nahrungsquellen manelte. Kleinbäurliche Landwirtschaft wurd von den Kommunisten nicht gewünscht. Die Bauern wurden in die landwirtschaftliche Produktinsgenossenschaften mit großen Flächen ohne Kleinstrukturen gezwungen.

Die letzten Vorkommen östlich der Oder sind ab ca. 2008 ebenfalls nahezu gänzlich verwaist und so besteht auch kaum eine Chance auf Wiederansiedlung. Eine künstliche Ansiedlung erscheint auch nicht erfolgversprechend.

Die Nahrungsgrundlage für eine erfolgreiche Reproduktion ist durch die intensive Landwirtschaft nicht vorhanden. In den letzten Jahren wird von manchem Großstädter ein Gehöft im Oderbruch erworben. Mittels Finanzierungen aus Ausgleichszahlen entstehen auch wieder kleine Streuobstwiesen. Ein Umstand, den man sehr begrüßen kann. Leider sind diese Projekte allerdings nicht konzentriert und daher für den Steinkauz zu wenig. Zudem intensivert sich die Landwirtschaft noch weiter (man mag kaum glauben dass das geht) und reißt sich jeden Flecken Erde unter den Nagel, den weniger vorausschauende Landbesitzer verkaufen oder verpachten. Da wird es wohl nichts mit der Rückkehr dieser reizvollen Art.

Der einzige, wenngleich nicht mit Datum versehenen Hinweis auf einen Gast in Kienitz aus den 90ern stammt von T. Förder.

01.10.2017
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15.04.2016
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09.04.2016
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01.10.2017
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Im Winterhalbjahr ist der Steinkauz nur ab Einbruch der Dunkelheit zu sehen oder zu hören. Tagesbeobachtungen sind dann eher auf Störungen zurückzuführen!

09.04.2016
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01.10.2017
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Der Steinkauz ist in seinem Reliktvorkommen in Brandenburg auf den Menschen angewiesen und brütet in unmittelbarer Nähe. Dennoch ist er gegenüber dem Fotografen sehr skeptisch, wie das obige Bild zeigt. Da drückt er sich lieber in der Hoffnung unerkannt zu bleiben.

09.ß4.2016
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15.04.2016
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16.04.2016
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15.04.2016
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