Rothalstaucher - ein sehr seltener Brutvogel im Oderbruch

Wie bei den meisten seltenen Vögeln im Oderbruch, sind dessen Randgebiete die einzigen Stellen, an denen sich noch ein Platz für jene findet. So brütet diese Art unregelmäßig im Oderbereich zwischen Groß Neuendorf und Genschmar. Daneben fand ich sporadische Bruten auch an den Lietzener Teichen und am "neuen See" bei Reichenow. Der Rothalstaucher kommt auch mit temporären Gewässern zurecht, sofern sie hinreichend Wasser zur Brutzeit findet. Er ist nicht auf Fisch angewiesen, denn er ernährt sich auch zu nicht unerheblichen Anteilen von Posthorn- und Spitzhornschnecken. Im Jahr 2015 gab es z.B. überhaupt keine Brut im Oderbruch und dies ist sicher auch die mittelfristige Prognose für die Art, denn der Steuer- und Gebührenzahler wird auch für die Austrocknung der Letzten kleinen Pfütze unfreiwillig aber kräftig zur Kasse gebeten.

Rothalstaucher nutzen Gewässer, die gelegentlich auch mal austrocknen. Damit scheiden Fische auch oft als Nahrung für die Jungvögel aus. Die Rothalstaucher lösen das Problem, in dem sie Spitzschlammschnecken und Posthornschnecken verzehren. Dabei wird die Schnecke am "Fuß" gepackt (siehe Bild oben). und im Anschluss solange gedreht, bis das Gehäuse von dannen fliegt (siehe folgendes Bild).

Juli 2015
Juli 2015
26.05.2017
26.05.2017